Gegen den Strom

Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom

Zum Gedenktag der Nakba: Kairo marschiert nach Gaza

Ägyptische Demokratiebewegung will Gaza-Blockade beenden

Um den Druck auf das Militärrat beizubehalten und die Glaubwürdigkeit der neuen Freiheit zu testen, ruft der ägyptische „Koordinationskomitee zur Unterstützung der palästinensischen Intifada) für den 15. Mai zu einem Marsch nach Gaza. Das Komitee setzt sich aus mehreren Initiativen und Personen der ägyptischen Demokratiebewegung zusammen

Der ägyptische Volksaufstand zeigt seine ersten Früchte: die pro-israelische Gruppe um Mubarak erlitt eine vernichtende Niederlage. Obgleich eine Kontinuität des alten Regimes, ist der regierende Militärrat im Moment gezwungen, den Forderungen der Massen nachzugehen und die Blockade über Gaza zu lockern. Dies ist der Nüchternheit der Ägypter und den Organisationen der Demokratiebewegung zu verdanken, welche die Palästina-Frage unter den ersten Prioritäten der Bewegung einreihen.

Um den Druck auf das Militärrat beizubehalten und die Glaubwürdigkeit der neuen Freiheit zu testen, ruft der ägyptische „Koordinationskomitee zur Unterstützung der palästinensischen Intifada) für den 15. Mai zu einem Marsch nach Gaza. Das Komitee setzt sich aus mehreren Initiativen und Personen der ägyptischen Demokratiebewegung zusammen. Die Organisatoren erwarten hunderte Teilnehmer. Ein weiterer Marsch wird ebenfalls in Arisch im Nordsinai organisiert.

Der Komitee „Wir sind alle Widerstand", einer der Koordinationspartner, veröffentlichte heute die erste Nummer seines Agitationsblatt „Versöhne dich nicht!". In der Nummer, die mit „Die Befreiung Kairos ist erst durch die Befreiung Palästinas vollständig" betitelt ist, wird eine Auftaktdemonstration am 13. Mai vor der israelischen Botschaft angekündigt.

Eine Facebook- Plattform für den Marsch nach Gaza hat sich unter dem folgenden Link gebildet.

http://www.facebook.com/intfada15.5

Im Blatt behandelt „Wir sind alle Widerstand" die Wichtigkeit der Palästina-Frage für die Zukunft Ägyptens und die Rolle Israels als Vorposten der US-imperialistischen Dominanz in der Region. Sie ruft zur Annullierung des Erdgasabkommens mit Israel (Israel bekommt das ägyptische Erdgas zu weniger als 20% des Marktpreises), sowie zur Revidierung des Camp David Abkommens von 1979 auf.

15. Mai Palästinensische Demo für Rückkehr

Aus dem Leiden der Nakba – von unserem Wunsch nach Rückkehr und Befreiung getragen, von den arabischen Volksrevolutionen inspiriert und von unserem Verlangen, in das Land Palästina zurückzukehren – erheben wir uns.

Während wir der Nakba von 1948 gedenken, bekräftigen wir das Recht auf Rückkehr aller Palästinenser in das historische Palästina zurückkehren zu dürfen. PalästinenserInnen werden mit allen freien Männern und Frauen, die die palästinensische Sache unterstützen, am 15. Mai in verschiedenen Ländern auf der ganzen Welt in einer palästinensischen, arabischen, globalen Revolution zusammenkommen und der Nakba gedenken.

Im Libanon wird die „Rückkehr nach Palästina Demonstration“ am Sonntag dem 15. Mai 2011 zur palästinensisch-libanesischen Grenze führen und an die Nakba 1948 erinnern.
Dem Marsch werden sich verschiedene palästinensische und libanesische Organisationen aus der Zivilgesellschaft anschließen, ebenso Vereinigungen, Förderationen, NGOs, politische Parteien und Gruppen sowie unabhängige AktivistInnen aus verschiedenen Regionen und Flüchtlingslagern im Libanon. Der Marsch wird auf das Recht der Palästinenser auf Rückkehr in ihre Heimat erinnern, aus der sie 1948 von zionistischem Terror und zionistischer Gewalt vertrieben worden sind.
Dieser friedliche Marsch wird tausende Flüchtlinge aus verschiedensten Flüchtlingslagern umschließen sowie unterschiedliche Gruppen aus dem politischen und sozialen Spektrum im Libanon.

Der Volksmarsch bekräftigt:

  • * Das Recht der Palästinenser auf Rückkehr in ihre Heimat, Besitzungen und Dörfer, aus denen sie gezielt und gewaltsam vertrieben worden sind. Dieses unveräußerliche Recht kann nicht verhandelt werden. Wir lehnen die zionistischen Siedlungs- und Vertreibungsprogramme ab.
  • * Das Recht auf Rückkehr ist ein unantastbares, historisches, legitimes, juristisches, menschliches und politisches Recht. Es ist ein Recht für die Individuen und das Kollektiv und es ist auf die folgenden Generationen übertragbar.
  • * Das Recht auf Rückkehr ist ein permanentes, bedingungsloses, unverhandelbares und unumstößliches Recht.
  • * Das Recht auf Widerstand in allen Formen zur Befreiung Palästinas vom Meer bis zum Fluss [Jordan].
  • * Die Bedeutung palästinensischer Einheit und das Ende aller Spaltungen, indem zum Widerstand und der Befreiung ganz Palästinas zurückgekehrt wird.
  • * Wir unterstützen die Freiheit der arabischen Völker als Garant für die Fortsetzung des Widerstandes zur Befreiung Palästinas.
  • * Wir bestätigen, dass Palästina ein arabisches Land ist, und dass jeder Araber das Recht hat, in dieses Land zurückzukehren, und dass es seine Pflicht ist, seine Befreiung anzustreben.
  • * Wir machen die Rolle arabischer und islamischer Nationen bei der Unterstützung der palästinensischen Sache und dem Recht der palästinensischen Flüchtlinge auf Rückkehr geltend; eine würdevolle, ungezwungene und umfassende Rückkehr.

Die Demonstration im Libanon wird gleichzeitig mit mehreren anderen Märschen stattfinden, die an den Grenzen Palästinas abgehalten werden (in Ägypten, Syrien und Jordanien). Demonstrationen gegen israelische Botschaften werden zusätzlich in vielen westlichen Städten als Protest gegen die Besatzung Palästinas und gegen das zionistische Apartheidregime geplant.

Das Organisationskomitee der „Rückkehr nach Palästina Demonstration“

Internetseiten:

http://www.returntopalestine.blogspot.com/
http://www.3rdintifada.com/
http://www.facebook.com/ReturnToPalestine.Lebanon

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