Gegen den Strom

Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom

Wieder fünf Todesurteile nach Protesten gegen Wahl im Iran

Haftstrafen gegen 81 weitere Angeklagte verhängt

Wegen der Proteste gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad sind im Iran wieder fünf Menschen zum Tode verurteilt worden. Wie das iranische Staatsfernsehen unter Berufung auf eine Erklärung der Staatsanwaltschaft in Teheran berichtete, wurden sie für schuldig befunden, mit "Terroristen oder der Opposition" in Verbindung gestanden zu haben. Gegen 81 weitere Angeklagte verhängte die Justiz demnach Haftstrafen von bis zu 15 Jahren. Seit dem Auftakt der Prozesse seien drei Freisprüche gefallen. Gegen die Urteile sei Berufung möglich.

Die Proteste nach der Präsidentschaftswahl vom 12. Juni hatten den Iran in die schwerste innenpolitische Krise seit Gründung der Islamischen Republik vor 30 Jahren gestürzt. Dutzende Menschen starben, mehr als 4000 Regierungskritiker wurden festgenommen. 140 von ihnen wurden vor Gericht gestellt.

Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur AFP stieg die Zahl der Hinrichtungen im Iran in diesem Jahr damit auf 254 Menschen. Im Vorjahr waren demnach 246 Verurteilte hingerichtet worden.

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