Gegen den Strom

Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom

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Trotz den zahlreichen türkischen Plänen, Spielchen und Intrigen befindet sich die Raqqa-Offensive in ihrer letzten Phase. Der nächste Schritt dürfte die Befreiung des Stadtkerns sein.

Die syrische Stadt Raqqa war zu Beginn unter der Herrschaft der syrischen Opposition, dann eine Stadt der al-Nusra Front und schlussendlich im Einflussgebiet des Islamischen Staates (IS), der damit erstmalig eine syrische Stadt eroberte. Die Stadt, die der IS zur Hauptstadt ihres pervertierten Staates und Kalifats ausgerufen hat. Die Befreiung Raqqas würde das Ende einer Ära eines großen Projektes, welches Ketzerei, Barbarei und Bestialität mit sich brachte, bedeuten. Deswegen sind nun diejenigen beunruhigt, die in diese Ketzerei investierten. An erster Stelle ist die Türkei zu benennen. All ihre Pläne, Spiele und Politiken wurden ins Leere laufen gelassen. Nun wurde die Schwelle erreicht, an der Raqqa befreit wird.

Die beiden Aussagen „Man verlangt nicht nach Freiheit, man nimmt sie sich“ und „man bettelt nicht nach Freiheit, diese verschafft man sich“ stammt von zwei Kämpferinnen, die aus Raqqa stammen. Zwei Bilder aus der Raqqa Front haben mir wiederholt dazu verholfen, dass dieser Spruch richtig einzuschätzen ist und dass die stückweise Befreiung von Raqqa sich auf dem richtigen Weg befindet. Auf dem einen Bild sind eben diese beiden Kämpferinnen abgebildet. Eine dieser Frauen ist Cihan Seyh Ahmet, die Sprecherin der Operationsleitung der militärischen Mission „Zorn des Euphrats“, jene Operation, die sich die Befreiung Raqqas zum Ziel gesetzt hat. Bei der anderen Kämpferin und Kommandantin der Frauenverteidigungseinheiten von Rojava (YPJ) handelt es sich um Klara Kobanî, welche seit dem Beginn der Befreiungsaktion von Raqqa an der vordersten Front teilnimmt. Beide Kämpferinnen und Kommandantinnen stammen aus Raqqa. An der Frontlinie zu Raqqa bzw. am nächstgelegenen Übersichtspunkt, an der die ganze Stadt zu sehen ist, schauen beide in Richtung der Stadt und scherzen miteinander, indem sie sich gegenseitig ihre Häuser zeigen. Diesen Frauen kämpfen für die Freiheit, vor allem für die eigenen Geburtsstädten und Gegenden, an diesen sie aufwuchsen. Sie kämpfen für die Befreiung ihrer Geburtsorte, die sich nun unter IS-Herrschaft befinden. An der Raqqa-Frontlinie nehmen wie sie hunderte Kämpferinnen und Kämpfer ihren Platz ein, die aus Raqqa stammen. Neben den Kindern aus Raqqa, die für ihre eigene Stadt und gegen die Unterdrückung des IS kämpfen, nehmen auch internationalistische Kämpferinnen und Kämpfer aus Kanada, USA, Großbritannien, Deutschland, Griechenland, Türkei und anderen Ländern an diesem Kampf teil. Eben auch auf diesem Bild waren neben den Kindern aus Raqqa, aus den entferntestenden Regionen stammende Menschen zu sehen, die die Revolution von Rojava und das demokratische, gleichberechtigte System von Nordsyrien als ihr eigenes System sehen und leben.

Das andere Bild, welches uns auch die stückweise Befreiung von Raqqa näher bringt, sind zwei nebeneinander stehende Männer. Hierauf sind ein Soranî sprechender Kurde aus Sülemaniye und ein Araber aus Serê Kaniyê zu sehen, die vor drei Tagen an der nördlichen Frontlinie von Raqqa das Dorf Bedir befreiten.

Der aus Sülemaniye stammende Soranî sprechende Kurde heißt Kandil Kela. Als der IS vor drei Jahren begann Şengal anzugreifen, begab sich dieser von Sülemaniye aus auf den Weg und schloss sich in Şengal der Volksverteidigungseinheiten von Rojava (YPG) an. Später verließ dieser Şengal und ging nach Rojava. Seitdem Beginn der Raqqa-Offensive – mittlerweile vor sechs Monaten – steht er an der vordersten Front. Das gepanzerte Militärfahrzeug „Hummer“ kann er sehr gut bedienen. Bis dato wurde dieser dreimal verletzt. Einmal fuhr er über eine Mine. Doch weder vom Fahren des „Hummers“ noch von der Raqqa-Operation blieb er auch nur einen Tag fern. Als Kandil eines Tages einen „Hummer“ bediente, begleitete ihn ein arabisch-stämmiger Kämpfer aus Serê Kaniyê, der nun den Namen Rezan Serê Kaniyê trägt. Rezan ist Araber aus Serê Kaniyê, der seit den militärischen Auseinandersetzungen auf Seiten der YPG seinen Platz einnimmt und an mehreren Operationen gegen den IS und die al-Nusra Front teilnahm. Auch er nimmt seit sechs Monaten an der Befreiungsaktion an der Seite von Kandil teil. Rezan hat Kandil dazu verholfen sein brüchiges arabisch zu verbessern, sodass dieser mittlerweile ein gutes arabisches Sprachniveau erreicht hat. Kandil hingegen verhalf Rezan dazu, Soranî zu lernen. Beide haben sich mittlerweile gegenseitig ihre Sprachen beigebracht. (...)

Diejenigen, die geschwisterlich dem Streben nacheifern, dass alle Religionen frei und in einem respektvollen Miteinander le­ben können, ebnen den Weg zur Freiheit. Aus diesem Grund wird das zukünftige Raqqa, ein Raqqa der freien Völker, Sprachen, Kulturen, Religionen und Geschlechter sein. (ÖD, 1.6., CA)

Vier Kilometer vor dem Stadtzentrum von Raqqa

Am 31. Mai vor 12 Jahren verloren unsere Freundinnen Uta Schneiderbanger (Nûdem) und Ekin Ceren Doğruak (Amara) ihr Leben bei einen Autounfall in der Nähe der südkurdischen Kleinstadt Qeladize. Auf dem Rückweg von der III. Generalversammlung des Volkskongresses Kurdistans (Kongra Gel) nach Europa verlor der Fahrer in dem steilen Berggelände die Kontrolle über das Auto. Der Tod von Uta und Amra war für viele Menschen, auch viele die sie nicht kannten, ein schwerer, unbegreiflicher Verlust.

Uta und Ekin beteiligten sich als Internationalistinnen seit vielen Jahren aktiv an dem Freiheitskampf des kurdischen Volkes und dem Aufbau einer internationalistischen Frauenbewegung. Von einem internationalistischen Standpunkt aus haben sie mit ihrer Überzeugung, ihren Arbeiten und Anstrengungen insbesondere eine wichtige Rolle in der Organisierung der kurdischen Frauenbewegung gespielt.

Ekin, Amara wurde im Jahr 1981 als Kind einer türkischen Familie in Ankara geboren. Im Anschluss an ihre Schulzeit studierte sie dort Soziologie. Während ihrer Studienzeit an der Universität in Ankara lernte sie die kurdische Befreiungsbewegung kennen und beteiligte sich an den Kampagnen der kurdischen StudentInnenbewegung. Sie konnte und wollte zu dem Unrecht und der Verleugnungspolitik des türkischen Staates nicht schweigen. Nachdem sie aufgrund ihres politischen Engagements verhaftet worden war, ging sie nach ihrer Freilassung aus dem Gefängnis nach Europa. Hier spielte sie bis zum Frühjahr 2005 eine aktive Rolle in der Arbeit der kurdischen Frauenbewegung. (...)

Der Weg von Uta – Nûdem hingegen führte von ihrem Engagement in der SchülerInnen- und Jugendbewegung in den 70er Jahren in Mülheim hin zum Anti-AKW-Widerstand, der Häuserkampf- und der FrauenLesbenbewegung in Berlin. Über zwei Jahrzehnte hinweg wirkte sie mit an linken, feministischen, anti-imperialistischen und internationalistischen Organisierungsansätzen in Berlin, überregional und international.

Sie versuchte immer wieder, Erfahrungen aus Kämpfen weiterzugeben, neue Ansätze zu entwickeln, feministische und internationalistische Standpunkte in die unterschiedlichen Bewegungen hineinzutragen. Ihr Interesse an Politik, Menschen, Freundschaften, der Natur und Umwelt, Pflanzen, alternativen Heilmethoden und Gesundheit waren für Uta untrennbar miteinander verbunden. Auf der Suche nach neuen Organisierungsansätzen, aus denen alternative, kollektive Lebensformen hervorgehen könnten, bemühte sie sich insbesondere darum, Erfahrungen aus verschiedenen Befreiungsbewegungen, unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Gruppen zusammenzubringen. Die Entwicklungen in der kurdischen Befreiungsbewegung und vor allem die Organisierung kurdischer Frauen verfolgte Uta von Anfang an mit großem Interesse. Mit ihren revolutionären Ideen, Lösungsansätzen und Kritiken regte sie sowohl in linken Gruppen und Frauenorganisationen in Deutschland als auch in der kurdischen Bewegung immer wieder neue Auseinandersetzungen an und entwickelte neue Initiativen. Bei vielen ihrer Aufenthalte in Kurdistan – so auch bei ihrem letzten Besuch – legte sie den Grundstein für neue Projekte, die den aktuellen Bedürfnissen von Frauen entsprachen und die Stärkung ihres Befreiungskampfes zum Ziel hatten.

Der internationalistische Freiheitskampf und die Suche nach einem menschenwürdigen Leben, ihre aktive Teilnahme an der Vollversammlung des Kongra Gel sowie ihre Entschlossenheit, ihre Erfahrungen und ihr Wissen für den Aufbau einer freien Gesellschaft einzusetzen, all dies charakterisierte die Lebensgeschichten von Hevala Nûdem und Hevala Amara.

Der plötzliche Tod raubte ihnen die Möglichkeit, die Entwicklungen weiterzuverfolgen. Sie haben jedoch als Frauen selbstbestimmt ein Leben gelebt, das viele sich nicht getraut hätten zu leben. Durch ihren Mut und ihre Liebe haben sie zugleich vielen anderen Menschen    neuen Mut gegeben, beharrlich zu sein, weiter zu träumen und zu kämpfen! ISKU, 31. Mai 2017

Die Revolution in Rojava reift und entwickelt sich auf der Linie des Internationalismus

Die bei den Gezi-Protesten vor vier Jahren als „das Mädchen mit dem roten Schal“ bekannt gewordene Ayşe Deniz Karacagil ist im Kampf gegen den IS vor Rakka gefallen.

Ayşe Deniz Karacagil war 2013 wegen ihrer Teilnahme an den Gezi-Protesten in Antalya verhaftet worden. Sie kam in Haft, weil sie einen roten Schal getragen hatte. Man beschuldigte sie damit „den Sozialismus symbolisieren“ zu wollen. 4 Monate und 6 Tage später wurde sie unter Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt, die Verfahren liefen weiter …

Doch sie hatte schon einen anderen Weg eingeschlagen. Ayşe Deniz Karacagil (Destan Temmuz) war nach Rojava gegangen. Sie kämpfte als Internationalistin in den Reihen des Enternasyonal Özgürlük Taburu, des Internationalen Freiheitsbataillons. Sie fiel am 29. Mai im Kampf gegen den IS vor Rakka.

Keine drei Wochen zuvor, am 10. Mai, war bereits der Kommandant der Vereinten Freiheitskräfte (BÖG) und Internationalist Ulaş Bayraktaroğlu nahe Rakka ums Leben gekommen. Ulaş Bayrak­taroğlu war Mitglied der SDP (Sozialistische Demokratie Partei) und einer ihrer Führer. Am 24. September 2010 war er mit dem Vorwurf, Kontakte zur „Devrimci Karargah Örgütü“ genannten Organisation zu haben und mit 8 weiteren in der Türkei verhaftet worden. Nach 11 Monaten Haft kam er am ersten Prozesstag auf freien Fuß; der Prozess dauerte an und endete erst vor einigen Tagen. Fast drei Jahre später, am 15. Juli 2013, wurde Ulaş Bayraktaroğlu bei den Gezi-Protesten am Taksim erneut verhaftet und kam erst am 15. März im Jahr darauf wieder frei. Anschließend schloss er sich dem Freiheitskampf in Rojava an. In Rojava war er einer der Gründer der Devrimci Komünarlar Partisi, einer Partei aus der Türkei stammender Internationalisten und Kommandant deren kämpfender Einheit, der Birleşik Özgürlük Güçleri.

Selten hat jemand mit so einfachen Worten beschrieben, welch großen Beitrag die InternationalistInnen für die Revolution in Rojava spielten und spielen wie Mustafa Karasu: „In der von der PKK geführten Revolution in Kurdistan, deren Seele Haki (Haki Karer) und Kemal (Kemal Pir) sind, sagte Abdullah Öcalan einmal über beide: ‚Sie sind meine unterschwellige Seele‘.

Paramaz Kızılbaş (der Internationalist Suphi Nejat Ağırnaslı, genannt Paramaz Kızılbaş fiel 2014 im Kampf gegen den IS am Hügel von Miştenur in Kobanê) und Ulaş Bayraktaroğlu sind zur Seele der Revolution von Rojava geworden. Es sind die unzähligen internationalistischen RevolutionärInnen die (für die Revolution in Rojava) ihr Leben gegeben haben. In der Seele der Revolution von Rojava sind unzählige Persönlichkeiten sozialistischer RevolutionärInnen vereint. Sie stammen aus der ganzen Welt, aus England, aus Australien, aus dem Kongo, aus den USA, Kanada … Es ist nicht mehr möglich, die revolutionäre Linie in Rojava von der Seele und Linie dieser RevolutionärInnen zu trennen. Diese sozialistischen Revolutio­när­Innen sind die Garanten und Verteidiger des demokratischen sozialistischen Charakters, der Revolutionen in Rojava und der demokratischen Revolution Nordsyriens. Die Revolution in Rojava reifte und entwickelte sich auf der Linie des Internationalismus dieser RevolutionärInnen. Es sind des 1. November, des Internationalen Tags für Kobanê sowie die Bemühungen, das Leben und das Blut der InternationalistInnen, die sowohl den Widerstand von Kobanê als auch die Revolution in Rojava und die demokratische Revolution in Nordsyrien zum Erfolg tragen. Die Aufgabe der RevolutionärInnen, die Aufgabe der Völker der Türkei, von Rojava und von Nordsyrien wird es sein, auf dem Weg dieser RevolutionärInnen voranzugehen und die Revolution zum Sieg zu führen.

Ulaş Bayraktaroğlu und alle gefallenen internationalistischen Re­volutionärInnen werden in den Revolutionen in Kurdistan, in der Türkei und im Nahen Osten weiterleben, ihre Fahne, die Fahne der Linie der vereinten Revolution wird in der demokratischen Revolution der Türkei, Kurdistans und im Nahen Osten gehisst werden.“ (YÖP/CH/BN, 2.6., ISKU)

Meldungen:

HPG erklären Abschuss eines Militärhubschraubers

Die Pressestelle der Volksverteidigungskräfte (HPG) veröffentlichte heute eine Erklärung, in der die HPG den Abschuss des Mehrzweck- und Transporthubschrauber des Typs Cougar vom 31. Mai übernimmt. Laut HPG-Pressestelle transportierte der Hubschrauber die Koordinierungskräfte der Militäroperation auf Besta und die Kato-Berge in Nordkurdistan/Osttürkei. Eine in der Region Sêgirkê (Şenoba) im Bezirk Qilaban (Uludere) stationierte Guerillaeinheit nahm den Hubschrauber unter Be­schuss, in dem sich hochrangige Militärs befanden. Die 13 Militärs, die sich in dem Hubschrauber befanden, darunter auch der Generalmajor Aydoğan Aydın, kamen bei dem Angriff ums Leben. (ANF, 2.6., ISKU)

Dêrsim: Zugang zu den Hochalmen verboten

Çiçek Köse lebt in Dêrsim im Dorf Yalinkaya. Seit 25 Jahren hält sie Schafe, mit denen sie im Frühjahr auf die Hochalmen zieht. Dies ist in diesem Jahr nicht möglich.

Am 30. März wurden 31 Gebiete in Dêrsim als „Speziale Sicherheitszonen“ deklariert. Wegen dieser Verbote können die DorfbewohnerInnen, die Weidevieh besitzen oder Honig produzieren, nicht ihrem Beruf nachgehen. Das Hochland bleibt ihnen verwehrt.

Çiçek muss ihre 250 Schafe nun im Dorf belassen. „Wir können nicht an andere Orte gehen“, sagt sie: „Alle hier im Dorf halten Tiere. Die Weiden im Dorf sind für uns alle unzureichend.“ (ŞG, 1.6., ISKU)

Türkei: 44 Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft in Haft

Deniz Yücel, Journalist der Tageszeitung „Die Welt“, ist nicht der einzige Inhaftierte in der Türkei, der über eine deutsche Staatsbürgerschaft verfügt. Wie bekannt wurde, sollen sich insgesamt 44 Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft in türkischen Gefängnissen befinden. Warum sie inhaftiert wurden ist nicht erwähnt. 13 unter ihnen wurden allein in diesem Jahr verhaftet. Die verbleibenden 31 wurden in den Jahren zwischen 2006 und 2016 verhaftet. Das geht aus einer parlamentarischen Anfrage der Partei „Die Grünen“ hervor. Jene der Betroffenen, die über eine doppelte Staatbürgerschaft verfügen, wird das Recht auf rechtlichen Beistand durch die Deutsche Botschaft von Seiten der türkischen Regierung generell vorenthalten. Meşale Tolu, Übersetzerin für die Etkin Haber Ajansı und seit dem 30. April dieses Jahres in Haft – sie besitzt nur die deutsche Staatbürgerschaft –, soll mittlerweile eine Betreuung durch das deutsche Konsulat von der türkischen Regierung genehmigt worden sein. Ein Besuch durch das deutsche Konsulat soll in den kommenden Tagen erfolgen. (ANF, 30.5., ISKU)

Reaktionen auf den Gewaltexzess in Washington halten an

Die Reaktionen auf den Exzess der Gewalt von Erdoğans Bodyguards in Washington halten an und schlagen weiterhin hohe Wellen. Während des Staatsbesuchs Erdoğans in Washington letzte Woche hatte auf der gegenüber liegenden Seite des Konsulats eine  handvoll Menschen friedlich gegen Erdoğans Politik protestiert, bis sich eine Meute seiner Bodyguards auf die friedlich Protestierenden stürzte. Was dann folgte war ein Exzess der Gewalt. Selbst als die Protestierenden bereits am Boden lagen wurden sie weiter geschlagen und getreten. Filmaufnahmen belegen, wie die Bodyguards Erdoğans weiter auf sie einschlugen

Das amerikanische Außenkomitee des Kongresses verabschiedete inzwischen eine Protestnote, in der sie die Türkei wegen der Übergriffe scharf verurteilte. Der Vorsitzende des Repräsentantenhauses, einer der beiden Kammern des amerikanischen Kongresses, Paul Ryan, forderte dann auch eine offizielle Entschuldigung der Türkei. Während dessen untersuchte die New York Times Filmaufnahmen der Szenen. und veröffentlichte Bilder von 24 Angreifern. Bei ihnen handelt es sich vornehmlich um Bodyguards von Erdoğan sowie sechs seiner Anhänger. (ANF, 26.5., ISKU)

Quellen:

 ANF       Firat Nachrichtenagentur

CA          Civaka Azad

ÖD         Özgürlükçü Demokrasi

ŞG          Şûjin Gazete

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