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Atomwaffen abschaffen! Für eine neue Entspannungspolitik! Abrüsten statt Aufrüsten!

Der 1. September erinnert an den Überfall Nazi-Deutschlands auf Polen am 1. Sept. 1939 und damit an den Beginn des Zweiten Weltkrieges.

Der Antikriegstag mahnt uns alljährlich, alles Menschenmögliche zu tun, Kriege zu beenden und neue zu verhindern.

Deshalb fordern wir von der Bundesregierung:

  • Abrüsten statt Aufrüsten! Keine Erhöhung der Militärausgaben auf 2 Prozent der Wirtschaftsleistung von jetzt 37 Milliarden auf etwa 75 Milliarden bis 2024
  • Ernsthafte Bemühungen um Entspannungspolitik mit Russland
  • Keine Drohneneinsätze weltweit – Rücknahme des Beschlusses zur Anschaffung bewaffnungsfähiger Drohnen
  • Abzüge der in Büchel stationierten US-Atombomben und Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrags der UNO
  • Keine Wiedereinführung der Wehrpflicht und anderer Zwangsdienste
  • Militär löst keine Probleme – eine andere Politik muss her!
Die Verteidigung des Friedens unter den Bedingungen des Dritten Weltkriegs!
 
Der 1. September wurde nach dem 2. Weltkrieg ausgerufen, um die Bedingungen des Krieges nicht noch einmal
zu erleben. Obwohl wir diesen Tag noch immer im Schatten von Gewalt, Krieg, Besatzung und Ausbeutung
feiern, sollten wir den Kampf um Frieden und die Hoffnung, dass der Weltfrieden möglich ist, niemals
aufgeben.
 
Vor allem im Mittleren Osten, aber auch in anderen Regionen der Welt, gibt es die Realität eines 3. Weltkrieges
der Herrschenden gegen die Unterdrückten. Der kapitalistische Kolonialismus, der Grundlage des 2.
Weltkrieges war, hat sich bis heute geographisch ausgeweitet und wird in Form von sozialer, gesellschaftlicher,
ökonomischer und ökologischer Ausbeutung und Krieg fortgeführt. In der Realität des Krieges sind es vor allem
Frauen und Kinder, die den höchsten Preis zahlen.
 
Wir wissen alle von den ökonomischen, historischen, kulturellen und ökologischen Zerstörungen und den
Angriffen auf die Körper von Frauen sowie die Verbrechen gegen die Menschlichkeit, welche ein Krieg mit sich
bringt: Schmerz, Tod, Tragödie, Trauma, Zerstörung, Rechtlosigkeit, Armut.
Im Gegensatz zu diesen Verbrechen ist der Kampf um die Verteidigung von Frieden, der die Werte von Frauen
und Natur ausdrückt, wie Gerechtigkeit, die Hoffnung auf Gleichheit, Liebe und ein freies Leben, ein sehr
wertvoller, bedeutungsvoller und ehrenvoller Kampf.
 
In der Türkei, Syrien, Iran, Palästina und vielen anderen Orten dieser Welt, werden Völker, Gläubige, Frauen
und Kinder Opfer der auf Profit basierenden Kriegslogik der ausbeutenden und faschistischen Regime.
Insbesondere in den letzten Jahren hat die AKP gegenüber dem kurdischen Volk ein jede Form von Gewalt
beinhaltendes Kriegskonzept entwickelt.
 
Es ist ein Krieg, der sich mit Gewalt und Ungerechtigkeit gegen die gesellschaftliche Opposition richtet, die sich
aus Samstagsmüttern und Millionen von Frauen, die sich in zivilen Organisationen für Gerechtigkeit, Frieden
und Freiheit engagieren, zusammensetzt. Die Gefängnisse sind voll mit Hunderttausenden von Menschen. Jede,
die sich für Freiheit, Menschenrechte und eine demokratische Lösung der kurdischen Frage einsetzt, sieht sich
bedroht von Verurteilungen. Angefangen mit Dersim wird die Geographie von Kurdistan in Brand gesetzt und
dadurch entvölkert.
 
Im aktuellen Krieg in Syrien haben Millionen von Menschen, Frauen und Kinder ihr Leben gelassen, darunter
viele Menschen kurdischer Herkunft. Angefangen mit ezidischen Frauen wurden Tausende von Frauen
ermordet, vergewaltigt, eingesperrt und als Sklavinnen verkauft. Millionen wurden vertrieben, Lebensräume
wurden von Soldaten besetzt und in Brand gesteckt. Flüchtlinge erleben auf ihrem Weg sehr große Tragödien.
Der Unwille, eine auf Demokratie basierende Lösung für die kurdische Frage und die Freiheit von Frauen zu
finden, sowie die Nichtanerkennung des freien Willens von Frauen und Völkern, bedeutet das Beharren auf
Krieg.
 
Die Fortführung der erschwerten internationalen Isolation des ehrwürdigen Repräsentanten des kurdischen
Volkes Abdullah Öcalan ist ein wichtiger Teil dieses Beharrens auf Krieg. Das Ende der Isolation auf Imralî und
ein Dialog zwischen den kurdischen, türkischen, und anderen Völkern im Mittleren Osten auf Grundlage von
Demokratie, Gleichheit und Freiheit, wird der größte Beitrag für Frieden im Mittleren Osten sein.
 
Faschistische, unterdrückende und hegemoniale Regime lernen nicht aus Kriegen und wollen mit der gleichen
Mentalität ihre Besatzerrolle fortführen. Es ist die Verantwortung einer demokratischen Gesellschaft und vor
allem von Frauen sich für ein Ende der Kriege des 21. Jahrhunderts einzusetzen, welche auf Abwesenheit von
Gewissen, ethischen Werten und auf Machtgier, Kriegslust, Geld und Waffenhandel basieren.
 
Frauen, die schwere Tragödien und Traumata in Kriegen erleben, sind die treibende Kraft für die Erschaffung
einer auf Gerechtigkeit, ethischen Werten, Verantwortung und Frieden basierenden Gesellschaft. Im Gegensatz
zum grauenhaften System des IS und seiner Förderer erschaffen die Menschen in Rojava einen Frieden im
Rahmen eines freien Lebens.
 
In Vorreiterinnenschaft von Frauen sollten sich alle Jugendlichen, Arbeiter*innen und Intellektuelle im Kampf
für Frieden zusammentun. Wir feiern den Antikriegstag am 1. September und begrüßen all diejenigen, die
Frieden fordern und die Widerstand leisten für die Freiheit der Frauen und der Natur und Religionsfreiheit. Quelle

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